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Verleihung der Urkunde

Am 20. Juli wurden in Andelsbuch (V) im Werkraumgebäude die offiziellen Urkunden anlässlich der Aufnahme in die internationale UNESCO-Liste „Gute Praxisbeispiele zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes“ überreicht. Bundesminister Thomas Drozda nahm die Verleihung an die Abordnungen der drei ausgezeichneten Handwerkszentren Hand.Werk.Haus Salzkammergut, Textiles Zentrum Haslach und Werkraum Bregenzerwald vor.

"Fällt das Wort Kulturerbe, dann denken die meisten Menschen sofort an berühmte Bauwerke, meinetwegen noch an Kunstschätze. Da tauchen blitzartig Bilder von Schönbrunn, der Feste Hohensalzburg oder den ehemaligen Reichsinsignien der Habsburger in den Köpfen auf.
Viel zu wenig Beachtung findet hingegen das immaterielle Kulturerbe! Gerade handwerkliche Traditionen verbinden die Vergangenheit mit der Gegenwart. Sie sichern den Erhalt von Wissen und bewahren notwendige Fähigkeiten. .." so Kulturminister Thomas Drozda.

 

 

Aufnahme in das internationale UNESCO-Register für Immaterielles Kulturerbe
 

Per 1.12.2016 hat das HAND.WERK.HAUS eine wichtige Auszeichnung erhalten: das Hand.Werk.Haus Salzkammergut wurde gemeinsam mit den Handwerkszentren  Werkraum Bregenzerwald (V) und Textiles Zentrum Haslach (OÖ) in das „UNESCO-Register guter Praxisbeispiele für die Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes“ aufgenommen. Alle drei Initiativen haben die Erhaltung von österreichischem traditionellem Handwerk zum Ziel.

„Wir freuen uns sehr, dass diese gemeinschaftliche Einreichung erfolgreich ist – und heute die drei österreichischen Handwerkszentren in das internationale UNESCO-Register aufgenommen wurden.  Österreichisches Handwerk wird somit auch international als wichtiges immaterielles Kulturerbe bestätigt. Die verschiedenen Traditionen des Handwerks zeichnet ein hoher Qualitätsanspruch aus, verbunden mit einer generationenübergreifenden Weitergabe von Wissen, regionaler Identität und kulturellem Wert,“ so Kulturminister Thomas Drozda.

Das Register guter Praxisbeispiele zeichnet erfolgreiche Programme, Projekte und Tätigkeiten zur Erhaltung und Weitergabe des Immateriellen Kulturerbes aus, die die Prinzipien und Ziele der UNESCO-Konvention im bestmöglichen Sinn umsetzen, d.h. die Erhaltung, Achtung und Förderung des immateriellen Kulturerbes. Kriterien für die Auszeichnung sind unter anderem eine nachweisbare Lebendigkeit und eine identitätsstiftende Komponente, die Entwicklung von Erhaltungsmaßnahmen und  eine weitreichende Beteiligung der Trägergemeinschaft

Was meint man mit „Immateriell“? All jenes Kulturgut, „das man nicht angreifen kann“, also beispielsweise lebendige Traditionen aus den Bereichen Tanz, Musik, Naturwissen, Handwerkstechniken, etc. Das UNESCO Übereinkommen zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes wurde 2003 beschlossen und  hat sich den weltweiten Schutz des immateriellen Kulturerbes zum Ziel gesetzt.  Die Kategorie guter Praxisbeispiele ist eine der drei internationalen Immateriellen Kulturerbe-Listen der UNESCO und zählt seit 1. Dezember 2016 siebzehn Einträge. 

Die UNESCO-Kommissionen der Mitgliedsstaaten sind im Zuge der Umsetzung dieser Konvention unter anderem auch mit der Erstellung nationaler Verzeichnisse Immateriellen Kulturerbes beauftragt. Über 90 Traditionen sind in Österreich bis dato in dieses nationale Verzeichnis aufgenommen worden.

 

 

 

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RADIO LIBRE REGIONAL
HandWerkHaus BAD GOISERN
IMMATERIELLES KULTURERBE

Zu Besuch bei den Hutmacherlehrlingen
 

Seit Oktober 2015 sind Magdalena und Sarah in Ausbildung zum Hutmacher bei der Huterzeugung Franz Bittner in Bad Ischl. In der Berufsschule in Wien drücken die beiden als einzige die Schulbank. Sie genießen es. Beide sind 22 Jahre alt.

Magdalena ist aus Bad Ischl. Als sie in der Schule bei der Berufswahl schwankte, schlug ihre Mutter das Handwerk des Hutmachers vor. Schon ihre Urgroßmutter hatte bei Bittner gearbeitet und Magdalena hatte schon immer eine „Schwäche“ für Hüte. Das Handwerk gefiel ihr beim Schnuppern auf Anhieb, das natürliche Material des Wollfilzes, das Formen, das Ausstaffieren, also Nähen und Gestalten.

Sarah hat schon eine Tischlerlehre absolviert, alle ihre vielen Geschwister haben ein Handwerk gelernt. Aber sie stellte fest, dass ihr der Filz mehr zusagt, als das Holz. Ein über 90-jähriger Hutmacher in ihrem Heimatort in Osttirol und ein Fernsehbericht brachten sie auf den Geschmack. Am liebsten probiert sie die vielen verschiedenen Hutformen aus, um dann auch gleich noch den passenden Kopf dafür zu finden.

Beide möchten bei diesem Handwerk bleiben, es gefällt ihnen ganz einfach. Die Frau hat den Hut? – so sagte man zumindest früher, wenn die Frau die Hosen anhatte…

 

Der Verein Hand.Werk.Haus hat Zuwachs bekommen
 

Seit 1. Dezember 2015 sind fünf neue Mitglieder dem Verein Hand.Werk.Haus beigetreten:

Irmgard Pamminger - Naturwerkstatt | Meisterfloristin | Bad Goisern
Sonja Grill - Schuhhaus Zaisenberger | Schuhmachermeisterin | Bad Aussee
Lothar Mens/Hans Hölbling - Brauerei Attersee | Bierbrauer | Straß im Attergau
Mario Scheckenberger - Bierschmiede | Bierbrauer | Steinbach am Attersee
Gudrun Valentin & Astrid Pochendorfer-Valentin - Die Hemdenmacher | Hemdenmachermeisterin | Schärding